Laden 2.0


Dez/2021

Die Marke Volkswagen wird kurzfristig für mehr Alltagstauglichkeit seiner ID.-Modelle sorgen. Mit einem eigenen Ladeökosystem wollen die Wolfsburger hierbei die richtigen Flottenlösungen für Geschäftskunden anbieten. Auf was genau können sich die Dienstwagenfahrer hier freuen?

Laden unterwegs – künftig auch per Plug & Charge.

We Charge Kunden haben bereits heute mit der We Charge Ladekarte Zugang zu einem der größten Ladenetzwerke in Europa. Über 270.000 öffentliche Ladepunkte – in der Stadt ebenso wie auf Langstrecken – sind bereits angebunden. Diese Zahl steigt stetig. Bis 2025 wird der Volkswagen Konzern in Europa zudem – gemeinsam mit starken Partnern – rund 18.000 Schnellladepunkte installieren. Hinzu kommen zirka 35.000 Ladepunkte, die mit den Handelspartnern entstehen – viele davon öffentlich zugänglich.

Im Laufe 2022 erhalten die ID. Modelle von Volkswagen eine neue Funktion, die die heutige Authentifizierung per Ladekarte ersetzt und so das Laden an Schnellladesäulen vereinfacht: Sobald das Ladekabel einsteckt ist, startet in Sekunden eine verschlüsselte und sichere Authentifizierung nach dem ISO-15118-Standard zwischen dem Fahrzeug und der Ladesäule. Die Abrechnung läuft wie gewohnt über den jeweiligen We Charge Vertrag. Plug & Charge wird 2022 im Netz von Ionity, Aral, bp sowie EON zum Einsatz kommen. Weitere große Partnern sollen folgen.

Das nächste Level: intelligentes Laden und bidirektionales Laden

Die Voraussetzung für intelligentes Laden zu Hause bildet ein Heim-Energie-Management-System (HEMS). Es kennt alle Anforderungen des Verbrauchers, sodass es die Stromversorgung intelligent staffeln und managen kann. Damit ist vor allem das Laden mit selbst erzeugtem Sonnenstrom für Besitzer einer Photovoltaik-Anlage noch einfacher.

Eine weitere Technologie ist das Thema bidirektionales Laden. Die E-Autos können Strom, den sie nicht benötigen, ins eigene Hausnetz einspeisen (Vehicle-to-Home) und damit zukünftig auch zur Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen. Alle ID. Modelle mit der 77-kWh-Batterie werden künftig für diese Technologie befähigt. Für bereits ausgelieferte Fahrzeuge wird sie sukzessive auch per Over-the-Air Update verfügbar sein. Der Stromtransfer und die Kommunikation erfolgen über eine spezielle DC-BiDi-Wallbox.

Neue Software für die ID. Modelle.

In Kürze rollen alle ID. Modelle mit einem neuen Softwarestand vom Band, der beim Laden große Vorteile bringt. Bei der 77-kWh-Batterie wächst die maximale Leistung von 125 auf 135 kW (bzw. 150 kW beim ID.5 GTX1), das spart bei einer Ladung von 5 auf 80 Prozent SOC (State of Charge = Ladestand) bis zu neun Minuten Ladezeit ein. Diese Verbesserungen werden bei bereits ausgelieferten Kundenfahrzeugen demnächst per Software-Update aktiviert. Um die Batterie maximal zu schonen, gibt es den neuen Battery Care Mode. Er beschränkt den Ladestand (SOC) nach oben auf 80 Prozent.

Auch das Lademenü, das nun auf der ersten Ebene des großen Touch-Displays der ID. Modelle erscheint, wird informativer und aufgeräumter strukturiert. Die Online-Routenberechnung im Navigationssystem erstellt für lange Strecken eine clevere Multistopp-Routenplanung, mit der das Auto möglichst schnell ans Ziel kommt. Dabei bezieht sie Verkehrs- und Streckendaten ebenso wie den gewünschten SOC am Ziel ein. Die Bewertung der Ladestopps erfolgt dynamisch und richtet sich nach der Leistung der Säulen und ihrer Belegung.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von: Volkswagen AG

Text: Markus R. Groß

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