Griff nach dem E-Stern


Mai/2021

Mercedes hat mit dem EQS seinen eigenen persönlichen Anspruch in Bezug auf die Elektromobilität neu definiert. Auf einer eigenen modularen Elektroarchitektur (MEA) will der Stern wieder nach seinesgleichen greifen. Für den anspruchsvollen Dienstwagenfahrer der S-Klasse bedeutet das, auch beim Stromern nicht auf den gewohnten Luxus verzichten zu müssen.

Neue Maßstäbe

Die Silhouette des EQS wirkt wie ein fließender Strich von der Motorhaube bis zum kurzen Heck und sorgt damit für eine deutliche Abgrenzung von der traditionellen S-Klasse des Verbrenners. Mercedes spricht hier von einem One-Bow-Design. Neben einem exzellenten cW-Wert von 0,20 werden dadurch Platzvorteile für die Passagiere im Fond und das Gepäck, für das zwischen 610 und mit umgeklappter Rückbank 1.770 Liter Platz zur Verfügung stehen, erzielt.

Großzügigkeit wird auch im Interieur geboten. Ein 1,41 Meter breiter durchgehender Hyperscreen, aufgeteilt in drei Bereiche, definiert das Cockpit. Der erste Teil dient ausschließlich der Anzeige von Fahrinformationen für den Piloten. Der zweite Bildschirm zeigt großzügig die Navigation, und im dritten Display kann sich der Beifahrer entertainen lassen. Wem das immer noch nicht reicht, der kann sich eines Head-up-Displays bedienen, in der gehobenen Ausstattung sogar mit Augmented-Reality-Funktion. Nur fahren muss der Pilot alleine. Wobei das so auch nicht stimmt: Ab Mitte 2022 kann der EQS in Level 3 automatisiert fahren. Der Drive Pilot erlaubt dann im Stadtverkehr bis 60 km/h ein entspanntes Dahingleiten.  

Ein Extra-Stern für die Reichweite

Hinsichtlich des Antriebs startet Mercedes mit zwei Motoren. Beim EQS 450+ werden mit einem Heckantrieb mit 245 kW/333 PS und einem maximalen Drehmoment von 568 Nm die magischen 100 km/h in 6,2 Sekunden erreicht. Der EQS 580 4MATIC mit zusätzlichem Frontantrieb sowie 385 kW/523 PS und einem maximalen Drehmoment von 855 Nm schafft dies in 4,3 Sekunden. In beiden Fahrzeugen ist ein Akku mit einer Nettokapazität von 107,8 kWh verbaut, der laut Hersteller eine Reichweite nach WLTP von bis zu 770 Kilometern verspricht. Durch den sehr guten cW-Wert werden die Normverbräuche mit rund 16 bis 22 kW je 100 Kilometer angegeben. An einer DC-Schnellladestation steht mit der maximalen Ladeleistung (200 kW) in 15 Minuten wieder eine Reichweite von 300 Kilometern zur Verfügung. An der heimischen Wallbox kann mit dem optionalen Onboard-Lader mit bis zu 22 kW geladen werden. Dafür sollte man dann rund fünf Stunden einplanen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden Fahrzeugen mit 210 km/h angegeben.

Wer nach diesen Sternen greifen will, muss dies allerdings auch tief in die eigene Tasche tun: Preislich wird der EQS wohl bei rund 100.000 Euro starten.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von: Daimler AG

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